Gutes Werkzeug
Ich mag gutes Werkzeug.
Zwar habe ich kein großen Bedarf, da ich für meinen Beruf nur Computerzeugs brauche, aber immer wenn ich doch nur ein kleines Ding im Haushalt reparieren muss, ist es mir eine Wohltat das mit guten Werkzeug zu tun.
So probiert man ab und zu was neues aus und erweitert oder verbessert seinen Werkzeugstack.
Werkzeugkasten
Es gibt soviele Möglichkeiten sein Werkzeug zu transportieren und aufzubewahren.
Hölzerne Werkzeugkisten die leer schon so schwer sind das man sie lieber stehen lässt.
Werkzeugkasten oder -koffer die mit einer Hand zu tragen sind, und recht schwer dann noch irgendwo rumstehen.
Inzwischen gibt es zwar Werkzeugrucksäcke, aber das sind oft auch nur Werkzeugtaschen mit 2 Schulterriemen dran.
Ich habe einen STANLEY Werkzeugrucksack FatMax mit Trolley, aber perfekt ist das noch nicht.
Ich suche einen echten Rucksack, den Wanderer nutzen, der sich erst um meinen Rücken und meine Schulterblätter kümmert und dann erst das Werkzeug aufnimmt.
Was habe ich da alles drin:
- Akku-Bohrschrauber mit Akku, braucht man so oft.
- Latthammer, Nr. 298, eine Reminiszenz an meine Lehrzeit.
- einen Werkzeugeinsatz mit
- Spitzzange
- Seitenschneider
- Set Innensechskantschlüssel
- große Kombizange
- Spachtel
- kleine Feile
- Set an Stahl-, Holz-, Steinbohrern
- Dachpappenmesser mit Holster
- Stechbeitel
- Abisolierzange und Entmantler
- Lange Bitaufnahme
- Wasserwaage
- Set Schraubenschlüssel
- kleine Sortimentskasten mit einer Auswahl an Schrauben, Spax und Dübel für den Notfall.
- Kabelbinder in unterschiedlichen Größen
- Metallsäge
- Japansäge
- in der Aussentasche
- kleine Taschenlampe
- Gummmihandschuhe
- Teflonband
- Isolierband
- Maurerschnur
- Schleifpapier
- Scouring Pad
Und oben drauf den Gürtel, da man den immer als erstes braucht.
Gürtel
Werkzeuggürtel sind irgendwie meist scheisse. Schwer, schlenckern beim Gehen und man wird in jeder Bewegung eingeschränkt. Aber so ganz ohne ist halt auch nix. Denn irgendwie muss man die Hand frei bekommen und Werkzeug durch wechseln können oder Schrauben verstauen. Und es bringt ja nix, dann doch wieder die Hosentaschen mit Spax und Zange zu füllen.
Daher hab ich mir meinen Gürtel ein wenig angepasst.
Lieber viele, kleine Taschen die bei einer Körperbewegung nicht mitschwingen, als einen großen Tim-Taylor-Känguru-Beutel.
Das alles auf einem breiten Polyesterband mit einer festen Rucksackschnalle, die kann man schneller öffnen als eine normale Gürtelschnalle.
Da sind drauf gezogen (rechtsrum):
- Hammerhalter, weil der Hammer schon 770g wiegt kommt dieser nur bei Bedarf aus dem Werkzeugkasten raus und an den Gürtel dran.
- eine kleine Gürteltasche mit Klettklappe:
- kurzen Handbithalter.
- kleinen Zangenschlüssel.
- alle Bits immer griffbereit
- eine sekundäre kleine Gürteltasche:
- Bithalter für den Akkuschrauber
- Klebeband
- Ohrstöpsel (denn wenn man die nicht griffbereit hat, dann nimmt man sie ja doch nicht)
- ein Messerhalter, aber mit:
- einer mittleren Kombizange
- isolierten Schlitz-Elektroschraubendreher
- Abbrechklingen-Cutter im Außenfach
- einen leeren zweiten länglichen Messerhalter
- für einen Meterstab, wenn man keine Arbeitshose mit Meterstabfach anhat
- alternativ für den großen Zangenschlüssel, der aber nur bei Bedarf "beladen" wird, da er schon 500 g wiegt.
- leere Kellnertasche aus Codura für Befestigungsmittel oder als Zwischenablage für Werkzeug. Die Kellnertasche ist dann an der linken Hand, kann aber schnell nach hinten verschoben werden.
In Summe sind das 1500 g am Gürtel (ohne Hammer und den großen Zangenschlüssel), was ok ist zum laufen, aber 70% aller benötigten Werkzeuge dabei haben lässt.
Man braucht keinen Werkzeuggürtel wenn man stundenlang die selbe Tätigkeit macht. Wer eine Holzfassade verschraubt, braucht kein Gürtel, aber bei Montagearbeiten, wo man erst Beton bohrt, dann Schrauben setzt oder Reperaturen wo man drölf unterschiedliche Bauteile ausbauen, abzwicken, festschrauben muss, spart so ein Gürtel eine Menge Rennerei.
Bits only
Schraubendreher sind neben Hammer und Zange die wichtigsten Werkzeuge.
Aber man braucht recht viele:
klein, mittel, groß, dann alles in Philips-Kreuz, Pozi-Kreuz, Schlitz, Torx und viele andere.
Denn wenn du für jeder Schraube die richtige Klinge nimmst, wird dein Leben besser und macht weniger Schraubenköpfe kaputt.
Ich hab inzwischen alle Schraubendreher verbannt und auch für den Handbetrieb auf Bits umgestellt. Das heißt, ich habe nur noch:
- eine kurzen Handbithalter im Gürtel für 95% der Arbeiten.
- einen isolierten Schlitz-Elektroschraubendreher für Elektroarbeiten und wenn man in ein enges Sackloch muss.
- zusätzlich einen langen Handbithalter im Werkzeugrucksack, wenn man in Sacklöchern schrauben muss
Nur- Bits hat diese Vorteile:
- man braucht die eh für den Akkuschrauber.
- spart Gewicht und Packmaß.
- hat eher den richtigen dabei. Denn wer hat wirklich allein 6 verschiedene Kreuzschlitz im Werkzeugkoffer.
- wenn der bit kaputt ist, wird er ersetzt. Das überlegt man sich bei einem Schraubendreher mit Griff drei mal. Und da kaufe ich inzwischen nur noch Qualität, so macht man sich auch weniger Schraubenköpfe kaputt.
Auch können bits soviel mehr:
- mit einem Adapter Stecknüsse betreiben.
- ich habe einen Kegelsenker-bit, den ich vor allem zum entgraten von Löchern nutze. Ein Handlochentgrater wäre viel zu groß und zu schwer.
Zangenschlüssel vs. Schraubenschlüssel
Ähnlich wie bei den bits die Schraubendreher verbannt habe, sind alle meine Schraubenschlüssel ganz unten im Werkzeugrucksack. Denn ich habe zwei Zangenschlüssel mit paralleler Gleitführung die den Satz Schraubenschlüssel zu 95% ersetzen. Immer wen man nur 4 Muttern lösen oder dann wieder festziehen muss, hat man den Zangenschlüssel griffbereit am Gürtel und verhindert das man doch die Mutter mit der Multifunktionszange kaputt macht.
Die Schraubenschlüssel brauch ich nur noch:
- bei sehr engen Einsätzen ganz hinten in einem Gehäuse, wenn der Zangenschlüssel zu groß ist.
- wenn man ganz viele Muttern anziehen muss, dann ist der fixe Schraubenschlüssel schneller, als wenn man jedes Mal den Zangenschlüssel anklemmen muss.
- bei großen Drehmomenten.
Der Zangenschlüssel mit paralleler Gleitführung hat aber grundsätzlich noch den Vorteil gegenüber dem Schraubenschlüssel das die Backen gleichmäßig auf die Flanken des Achtkants greifen und nicht wie beim Schraubenschlüssel nur auf den Ecken. Das hilft mir zwar nicht bei großen Drehmomenten, aber bei verchromten Muttern (z.B. im Bad).
Akku
Elektrowerkzeuge sind mir mit Akku am liebsten.
Neben dem Vorteil dass man auch ganz draussen arbeiten kann, ist man in seinem Arbeitsbereich ungebunden und ich muss nicht immer Kabel hinter mir her ziehen.
Auch ist so ein Kabel oft ein Störfaktor, der einem das Werkzeug verreißt.
Bei meiner Akkuhandkreissäge schätze ich, dass ich inzwischen nicht doch noch auf den letzten 10 cm vom Kabel verrissen werde.
Inzwischen hab ich sogar von Staubsauger-Schlauchabsaugung auf den portablen Fangsack umgestellt; der nimmt genau soviel Späne auf und die lästige Ausrichterei von Kabel und Schlauch entfällt ganz.
Das teuerste an Akku-Elektrowerkzeugen ist meist der Akku.
Daher ist es sinnvoll sich auf ein Akkusystem einzuschiessen, um mit wenigen teuren Akkus viele Werkzeuge bedienen zu können.
Das kann natürlich ein Hersteller sein, z.B. Makita, aber es gibt inzwischen mehrere herstellerübergreifende Akkusysteme.
Ob ich noch erleben darf, dass alle Akkus auf alle Maschinen passen, wie bei kleinen Akkus (z.B. AAA) oder USB-Sticks?
Die Hoffnung bleibt, aber dahin gönne ich mir den Luxus der Cordless Alliance, hauptsächlich Metabo, aber auch so Edelschmieden wie Mafell😍